| Józef Borzęcki,
geboren am 19.03.1928 in Olszany /
Kreis Nowy Sącz, beendete die Ausbildung im Staatlichen
Lyzeum der Mechanik, Fachrichtung Konstruktion in Wrocław.
Die zweite Konstruktion von Józef Borzęcki war der
Motorsegler Cirrus. Die Konstruktion ist auf Basis vom Segelflugzeug IS-A
Salamandra entstanden. Das Segelflugzeug mit dem Kennzeichen SP-1161 wurde mit
einem VW-Motor ausgestattet.
Józef Borzęcki
baute ein neuartiges gefedertes Fahrwerk hinzu. Mit dieser Konstruktion hat er
insgesamt etwa 2000 Stunden erflogen.
1969 haben "unbekannte Täter" das Flugzeug schwer beschädigt. Nach dem
Wiederaufbau wurde der Motorsegler in dem Hangar vom Aeroclub Wroclaw hangariert.
Diese Sicherheitsmaßnahme nützte aber nichts und zum wiederholten Male haben
unbekannte Täter 1972 den Segler endgültig vernichtet. Es ist nicht schwer sich
auszudenken, zu welchen Kreisen die "unbekannten Täter" gehörten, wobei die
Tätigkeit von
Józef Borzęcki
von der Presse entdeckt und öffentlich gemacht wurde.
Józef Borzęcki
war der bekannteste polnische Amateurkonstrukteur. Die nächsten Konstruktionen
waren Stratus, Altostratus und UL Skowronek.
Bei einem der ersten Flüge mit Skowronek am 14.10.1990 brach auf 200 Metern Höhe
der linke Flügel und der Konstrukteur ist tödlich verunglückt.
Der Konstrukteur, wie sich seine
Witwe erinnert, folgte sein ganzes Leben folgenden Mottos:
"Der Drang eigene Flügel zu
besitzen gebärt wenn jemand sich gefangen fühlt."
"Jeder Flug gibt ein
Freiheitsgefühl."
"Wenn ich ein Flugzeug baue habe
ich das Gefühl, als ob ich Gefängnisgitter zersäge"
1980 hat der Verlag
Ossolineum-Wrocław ein Buch des Konstrukteurs herausgegeben
"Na własnych skrzydłach"
(auf eigenen Flügeln).
Hier noch
Bemerkungen und Informationen, die mir Herr Zbigniew Bogusz - Freund und Helfer
von Herrn Borzęcki - zugeschickt hat:
"CIRRUS
- Der Cirrus
wurde die stabilste und sicherste Konstruktion von Herrn Borzęcki,
die auf dem Segelflugzeug Salamandra basierte. Die Salamandra war eine
Vollholzkonstruktion mit Stoff beplankt. Um den 4-Zylinder VW-Motor
einzusetzen hat der Konstrukteur die Nase des Seglers abgeschnitten.
Klassisches Leitwerk erleichterte Starts und Landungen mit Seitenwind und im
Flug war es ähnlich wie mit dem Schulsegler Czapla. Salamandra war auch mit
Bremsklappen ausgestattet. In dem Motorsegler wurden eine "kombinierte
Steueranordnung" (siehe Stratus), Fahrwerk auf einteiliger Blattfeder in Form
eines M, die aus einem Güterbahnwagonressor gebaut wurde, eingesetzt. Das
Fahrwerk war ausgesprochen fest, was ein unfreiwilliger Gast von Herrn
Borzęcki,
der frühere Redakteur der "Skrzydlata Polska" (Fliegerzeitschrift)
unfreiwillig testen konnte. Er ist aus 500 Metern ohne es zu wissen gelandet,
mit voll ausgefahrenen Bremsen. Die sehr harte Landung hat weder ihm noch der
Konstruktion geschadet.
- Um
Erfahrungen im Flug zu sammeln, habe ich damals einen
Tranisitor-Drehzahlmesser für den Motor aufgebaut. Es war eine einfache, aber
nützliche Einrichtung die mich zur weiteren Entwicklung inspirierte. Am Ende
ist daraus ein nützliches Kombiinstrument geworden, das eine recht gute
Motordiagnostik im Flug erlaubte. Das Gerät hatte einen kleinen
Milliamperometer mit dem Durchmesser von 50mm und einen Mehrpositionsschalter
und konnte im Flug folgende Parameter messen:
- Drehzahl
-
Batteriespannung
- Temperatur
getrennt für jeden der 4 Zylinder
-
Öltemperatur (besser gesagt Temperatur der Ölwanne)
Interessant war der Temperaturfühler, der aus Bimetall-Unterlegscheiben für
Zündkerzen gefertigt wurde. Ähnlich gemessen wurde die Temperatur der Ölwanne."
Und hier noch Links zur Seite über
Józef Borzęcki:
LINK 1
und
LINK 2
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