| So schrieb
mir der Moto-Sroka-Besitzer Kuba Myśluk 1999:
"Über die
genaue Geschichte des Seglers weiß ich nicht viel. Gebaut worden
ist sie wahrscheinlich 1958 und 1974 war sie zum Verschrotten vorgesehen.
Es gibt keine Informationen oder Indizien über Unfälle. Nachdem
der Segler aus dem Verkehr gezogen wurde hat Herr Supryn ihn gekauft. In
der Fläche befand sich ein Vermerk, der besagt das der Segler 1978
überholt wurde. Der nächste Besitzer war Krzysztof Zieba und M.Maj, der
auf einem Gestell einen Motor vom Trabant einbaute. Mit dem Motor flog
der Segler gar nicht so schlecht, ich konnte das auf einem Videofilm sehen.
Dann habe ich den Segler gekauft und als aller erstes ließ ich den
Rumpf überholen. Schließlich ersetzte ich den Trabbimotor durch
einen gebrauchten Hirth 276. Nach 2 Jahren Pause ist der Segler mit dem
neuen Motor eingeflogen worden. Der fliegt sehr gut, mit Halbgas habe ich
über einen Meter pro Sekunde Steigung und allgemein fliegt er sich
eher wie eine Motormaschine.
Eingefügte
Konstruktionsänderungen:
1. abnehmbares
Motorgestell
2. Beschläge,
die auf bestehenden Beschlägen das Motorgestell befestigen
3. dazu aufgebaute
Kufe mit kleinem Rad
4. Bedienelemente
und Kontrollinstrumente für den Motor
5. Treibstofftank
hinter dem Pilotensitz
Instrumente (wahrscheinlich
die ursprünglichen)
1 Altimeter
2 Vario 5m
3 Geschwindigkeitsmesser
4 Neigungsanzeige
5 Kompass
6 Anzeige für
den Schlepphaken (auf oder geschlossen)"
Und so schrieb
der Moto-Sroka Besitzer im März
2002:
"Der
Motor Rotax 503 UL DCDI mit einfachem Vergaser,
Einsauggeräuschdämpfung, 2 Schalldämpfer, vervollständigt wird das ganze mit
einem Elektroanlasser. 46 PS, Treibstoffverbrauch im Durchschnitt um 8 L/h
bei etwa 4500 RPM, was eine "treibstoff-ökonomische Geschwindigkeit" von ca.
80 Km/h ergibt. In normalen Flügen fliege ich mit ca. 90 - 100 Km/h (GPS
zeigt Durchschnitt von 96 Km/h). Die maximale Geschwindigkeit liegt bei 130
Km/h bei etwas über 6000 RPM, aber dann ist der Spritverbrauch sehr hoch.
Die minimale Geschwindigkeit bleibt bei unveränderten 50 Km/h. Die "Kenner"
behaupten, dass meine Moto-Sroka ähnlich wie der Bocian mit ganz leicht
gesetzten Bremsklappen fliegt. Die Startrollstrecke liegt bei 100 Metern auf
dem Gras, 60 Meter bei hartem Untergrund und 30 Meter bei Beton. Die
Landerollstrecke liegt zwischen 30 und 50 Metern, aber nicht von dem
Untergrund. Die Daten betreffen das alte Fahrwerk - jetzt baue ich das neu,
mit großem Vorderrad, das auf der Stelle vom unteren Haken eingesetzt wird,
so dass ich ihn schnell zurück auf den Haken umrüsten kann. Das alte vordere
Rad war sehr klein, ungeeignet für weiche Graspisten. Steigleistung liegt
bei etwa 3 Metern pro Sekunde, der Propeller ist Tschechischer Herstellung
"Sport Prop", ein Zweiblatt, auf dem Boden einstellbar. Das
Gesamtabfluggewicht liegt bei etwa 300 Kilo."
Die Sroka ist
jetzt in Ukraina zugelassen mit dem Kennzeichen LA-0451. Die formalen Probleme
die mit einer Zulassung der Amateurkonstruktionen in Polen treiben die Leute mit
den Zulassungen der Experimentalflugzeuge ins Ausland. Gerade jetzt (im März
2002) wird die Sroka auf Rot-Schwarz umlackiert. Hier möchte
ich mich für die Informationen und Fotos bei Kuba Myśluk bedanken.
Unten Bilder mit der Motosroka mit dem Hirthmotor und ihrem Besitzer. |