Polnische Amateurkonstruktionen präsentiert von

Moto-Sroka (Kubuś)

Konstrukteur: Kuba Myśluk

Erstflug: 1985 (?)
Spannweite: 14,50 m
Länge: 6,9 m

Höhe: 1,5 m (ohne Motor)
Flügelfläche: 14,50
Streckung: 14,5

Tragflächenprofil: NACA-43012A

Abfluggewicht: ? kg

Max. Gewicht: ? kg
Gleitzahl: ? bei ? km/h
Sinkgeschw.: ? m/s bei ? km/h
Mindestgeschw.: 50 km/h

Reisegeschw.: 90 km/h
Max. Geschw.: 130 km/h

Zul. Geschw.: ? km/h

Dienstgipfelhöhe: ? m

Steigleistung 3 m/s

Startrollstrecke: 100 m (Grass)

Landerollstrecke: 50 m

 

Motortyp: Rotax 503 UL DCDI

Motorleistung: 46 PS

Hubraum: ? ccm

Verbrauch: 8 l/h

 Moto-Sroka mit Rotax 503

So schrieb mir der Moto-Sroka-Besitzer Kuba Myśluk 1999:

"Über die genaue Geschichte des Seglers weiß ich nicht viel. Gebaut worden ist sie wahrscheinlich 1958 und 1974 war sie zum Verschrotten vorgesehen. Es gibt keine Informationen oder Indizien über Unfälle. Nachdem der Segler aus dem Verkehr gezogen wurde hat Herr Supryn ihn gekauft. In der Fläche befand sich ein Vermerk, der besagt das der Segler 1978 überholt wurde. Der nächste Besitzer war Krzysztof Zieba und M.Maj, der auf einem Gestell einen Motor vom Trabant einbaute. Mit dem Motor flog der Segler gar nicht so schlecht, ich konnte das auf einem Videofilm sehen. Dann habe ich den Segler gekauft und als aller erstes ließ ich den Rumpf überholen. Schließlich ersetzte ich den Trabbimotor durch einen gebrauchten Hirth 276. Nach 2 Jahren Pause ist der Segler mit dem neuen Motor eingeflogen worden. Der fliegt sehr gut, mit Halbgas habe ich über einen Meter pro Sekunde Steigung und allgemein fliegt er sich eher wie eine Motormaschine.

Eingefügte Konstruktionsänderungen:

1. abnehmbares Motorgestell
2. Beschläge, die auf bestehenden Beschlägen das Motorgestell befestigen
3. dazu aufgebaute Kufe mit kleinem Rad 
4. Bedienelemente und Kontrollinstrumente für den Motor
5. Treibstofftank hinter dem Pilotensitz

Instrumente (wahrscheinlich die ursprünglichen)

1 Altimeter
2 Vario 5m
3 Geschwindigkeitsmesser
4 Neigungsanzeige
5 Kompass
6 Anzeige für den Schlepphaken (auf oder geschlossen)"

Und so schrieb der Moto-Sroka Besitzer im März 2002:

"Der Motor Rotax 503 UL DCDI mit einfachem Vergaser, Einsauggeräuschdämpfung, 2 Schalldämpfer, vervollständigt wird das ganze mit einem Elektroanlasser. 46 PS, Treibstoffverbrauch im Durchschnitt um 8 L/h bei etwa 4500 RPM, was eine "treibstoff-ökonomische Geschwindigkeit" von ca. 80 Km/h ergibt. In normalen Flügen fliege ich mit ca. 90 - 100 Km/h (GPS zeigt Durchschnitt von 96 Km/h). Die maximale Geschwindigkeit liegt bei 130 Km/h bei etwas über 6000 RPM, aber dann ist der Spritverbrauch sehr hoch. Die minimale Geschwindigkeit bleibt bei unveränderten 50 Km/h. Die "Kenner" behaupten, dass meine Moto-Sroka ähnlich wie der Bocian mit ganz leicht gesetzten Bremsklappen fliegt. Die Startrollstrecke liegt bei 100 Metern auf dem Gras, 60 Meter bei hartem Untergrund und 30 Meter bei Beton. Die Landerollstrecke liegt zwischen 30 und 50 Metern, aber nicht von dem Untergrund. Die Daten betreffen das alte Fahrwerk - jetzt baue ich das neu, mit großem Vorderrad, das auf der Stelle vom unteren Haken eingesetzt wird, so dass ich ihn schnell zurück auf den Haken umrüsten kann. Das alte vordere Rad war sehr klein, ungeeignet für weiche Graspisten. Steigleistung liegt bei etwa 3 Metern pro Sekunde, der Propeller ist Tschechischer Herstellung "Sport Prop", ein Zweiblatt, auf dem Boden einstellbar. Das Gesamtabfluggewicht liegt bei etwa 300 Kilo."

Die Sroka ist jetzt in Ukraina zugelassen mit dem Kennzeichen LA-0451. Die formalen Probleme die mit einer Zulassung der Amateurkonstruktionen in Polen treiben die Leute mit den Zulassungen der Experimentalflugzeuge ins Ausland. Gerade jetzt (im März 2002) wird die Sroka auf Rot-Schwarz umlackiert.

Hier möchte ich mich für die Informationen und Fotos bei Kuba Myśluk bedanken.

Unten Bilder mit der Motosroka mit dem Hirthmotor und ihrem Besitzer.

Moto Sroka 1Moto Sroka 2

Moto Sroka 3Moto Sroka 4

Moto Sroka 5Moto Sroka 6

Moto Sroka 7

Unten: Moto-Sroka mit Trabant-Motor, der ursprünglich eingebaut war.

 

Ergänzung und Bemerkungen sind herzlich willkommen !

Irrtum vorbehalten.  Seite zuletzt aktualisiert am: 07.03.2002