| Ein
Częstochowa-Bewohner, Mieczysław Foltyński,
hat Anfang der 80er Jahre einen Tragschrauber mit der Bezeichnung MF-08
"Ważka" konstruiert. Der Konstrukteur hat ein Dreiradfahrwerk
mit gebremsten vorderen Rad eingesetzt.
Nach den Informationen von dem Konstrukteur,
die mir von Herrn Marek Musialik zugeschickt wurden, war der erste Flug (tiefer
Überflug) gut gelungen. Während des Starts zum zweiten Probeflug kam es zu einer
Beschädigung des Tragschraubers. Es war kein Konstruktions- oder Pilotenfehler,
sondern eine unglückliche Situation, die durch zwei plötzlich auftauchende
Radfahrer entstanden ist. Die Radfahrer befanden sich plötzlich unmittelbar vor
der startenden "Wazka" und der Pilot riss das Steuer hoch, um ein Unglück zu
verhindern. Der Rotor berührte hinten die Erde, was zu einer Beschädigung
führte. Der Rotor und der Propeller wurden danach repariert, aber man hat keine
weiteren Startversuche unternommen, obwohl die "Wazka" immernoch
entwicklungsfähig ist. Damals wurde ein 350 ccm 2-Takt-Motor eingesetzt und bei
5800 UPM erreichten die beiden parallel laufenden Propeller 3400 UPM
gleichzeitig bei einem Standschub von 85 kG. Die Propeller hatten 900 mm
Durchmesser und drehten sich in entgegengesetzten Richtungen. Die Rotorblätter
wurden in Polen gefertigt nach Bensen. Der Rotor erreichte im Flug bis ca. 350
UPM. Der Tragschrauber hatte einen Rotorkopf von eigener Konstruktion (seltene
Lösung - nirgendwo sonst im Einsatz) und der Einstellwinkel betrug 0°. Der
Inhaber und gleichzeitig Konstrukteur ist von Beruf aus ein Spezialist für
Flugzeugantriebe, was natürlich in der eigenen Konstruktion des Antriebsmotors
resultierte. Als Basis dafür dienten zwei WSK 175 Motorradmotoren, die zu einer
Einheit zusammengefügt wurden. Die Hauptfahrwerksräder waren auf einem von
irgendeinem Fahrzeug adaptierten Federblatt. Die ganze
Tragschrauber-Konstruktion wurde von Facharbeitern eines Flugzeugwerkes
sorgfältig und fachmännisch mit allen dazugehörenden Berechnungen und
aerodynamischen Untersuchungen ausgeführt. |